Mitgliederkonferenz der AANB am 30.08.2008 in Hannover

Protokoll

Thema: Eingliederungshilfe – ein spannendes Thema für viele Angehörige und selbst Erkrankte in der Psychiatrie.

Um 11 Uhr begrüsst Frau Seelhorst die 34 Teilnehmer aber auch unsere Referentinnen Frau Schoenberg und Frau Beims.

Frau Liese übernimmt die Moderation und bittet Frau Beimes ihr Referat vorzutragen.

Zunächst wird die Übersicht über Selbstbehalt und Unterhaltspflicht, die sich in der Tischvorlage befindet, erläutert.

Im Wesentlichem geht es um die Kosten zur Wiedereingliederung in die soziale Gesellschaft und in das Berufsleben.

Es werden die verschiedenen Möglichkeiten erläutert als da sind Tagesklinik, Tagesstätte, betreutes Einzelwohnen, wohnen in einer Wohngemeinschaft und andere Möglichkeiten.

Diese ganzen Fakten sollen auf einer Hilfekonferenz im Beisein des Betroffenen, einer Vertrauensperson, der Kostenträger und der Behandler besprochen und Ziele festgelegt werden.

Wenn kein anderer Kostenträger da ist, wie zum Beispiel Krankenkasse, Rentenversicherungsträger o. a., übernimmt das Sozialamt die Kosten.

Bedingt können auch die Angehörigen1.Grades zur Unterhaltszahlung herangezogen werden. Die Beträge sind 26 Euro für fachliche Kosten und 46 Euro für fachliche und Lebensunterhalt als Höchstgrenze festgeschrieben.

Bei der Unterhaltspflicht der Angehörigen spielen viel Faktoren eine Rolle, vor allem entscheidet das Einkommen und das zur Verfügung stehende Vermögen.

Kosten der Massnahmen, Pflegegeld, mehrere Unterhaltspflichtige Leistungsfähigkeit, Düsseldorfer oder Berliner Tabelle, Selbstbehalt und aussergewöhnliche Belastungen werden berücksichtigt.

Der Richter entscheidet, das Sozialamt teilt mit. Ein Erbe wird dann herangezogen, wenn es zur Verfügung steht. Ein Behindertentestament ist von Vorteil, genau so wie die Heranziehung eines Rechtsberaters, da jede Situation anders liegt.

Am Nachmittag wurden ohne den Referentinnen noch viele Fragen diskutiert.

Speziell auch zum Kindergeld und der Leistungsbeschreibung in den Einrichtungen.

Am Schluss der Konferenz stellten die Teilnehmer schriftlich noch viele Fragen ( 27 ), die beantwortet werden sollen und dann mit zur Dokumentation hinzugefügt werden.

Um 14 Uhr bedankt sich Frau Liese noch mal für die rege Beteiligung und spricht die Hoffnung aus, dass alle Anwesenden doch einiges Neues mitnehmen konnten und dieses auch umsetzen können.

Ein letzter Gruss von Frau Liese verbunden mit dem Wunsch einer guten Heimfahrt, dann war die Sitzung geschlossen.

Gerd Kück Protokollführer 09.September 2008